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Unser zweiter Tag in Saalbach-Hinterglemm
Nach sagenhaften acht Stunden Schlaf (die Schüler waren „muxmäuschen“-still) erwachten wir, gekitzelt von den Vorboten des wunderschönen Wintertages in Form der ersten elektromagnetischen-ultravioletten Wellen des zentralen Gestirns unseres Planetensystems, welche uns durch das Fenster sanft aus unseren Träumen küssten.
Anschließend das legere Frühstück, mit Blick auf den ersten Sessel, der uns bereitwillig seine dunklen, von den ersten Sonnenstrahlen ebenfalls wonnig erwärmten Kunstleder bezogenen Schaumstoffpolster offerierte. Nach nötigster körperlicher Hygiene ließen wir uns dazu hinreißen, uns den gewaltigen Reizen schamlos hinzugeben: die frisch präparierten Pisten „zisch-(ka)-ten!“ wir runter wie „ …die Besten sechs Österreicher unter den ersten fünf“. Abgerundet wurde dieser ohnehin schon gedenkenswürdige, jedes Skifahrerherz höher schlagen lassende Vormittag von der obligatorischen Mittagspause, welche um 11 ähh 12 ähhhm neh doch 11.30 Uhr wie besprochen stattfand. Nachdem der Mittagspause nach nur zwei Stunden ein jähes Ende gesetzt wurde, übernahm jeder von uns die ihm zugeteilte Gruppe.
Nach exakt 2,5 Stunden lieferten wir unsere „Sex“stklässler pflichtbewusst und wie nicht anders zu erwarten, verletzungsfrei und in vollkommen psychisch und physisch unversehrtem Zustand ab. Inspiriert vom allabendlich einkehrenden, Friedensstimmung verbreitenden Alpenglühen nahmen zwei von uns den „Zwölfertreff-Gedenkaufstieg“ erneut in Kauf, um gemeinsam mit dem schon vorgeeilten Dritten im Bunde der täglichen Studentenskilehrersitzung beizuwohnen. Zu unserer großen Freude fanden sich dort auch die von uns ordnungsgemäß in den ihren Komfortansprüchen zu Genüge eingerichteten Achterzimmer verpackten Reststudenten rechtzeitig ein, um dem Schneewittchen hinter der Bar (noch rechtzeitig) nicht widerstehen zu können.
Nach der traditionell im polonaisischem Stile abgehaltenen, sozialpädagogisch sehr wertvollen, in Kettenaufstellung durchgeführten Ausmarschzeremonie begaben wir uns den überragenden Erfahrungen des Vortages geschuldet auf die extra für uns mit portablem Flutlicht ausgeleuchtete, frisch präparierte, in der nächtlichen Stille friedlich und unberührt daliegende Piste. Unter abendessensinitiertem Zeitdruck stehend, den widrigen Pistenverhältnissen trotzend und der gemeinen austriatischen Schneekatze mehrfach knapp entkommend, bewältigten wir die größtenteils im dichten Unterholz gelegene Abfahrt souverän.
Essen gut alles gut bis morgen wenn es wieder heißt: (Zimmernummer) 208 XY ungelöst
Die 21.30-Besprechung in Freude erwartend
Felix Freudenblum, Sebastian Vetter, Peter Klostermaier
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