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Deutscher Meister

Deutscher Meister 2006
Kempfenhausener Volleyballer bezwingen das Sportgymnasium Berlin beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“
Am Dienstag den 02.05.06 starteten wir als Vertreter des Landes Bayern zur deutschen Meisterschaft der Schulen in Berlin. Untergebracht waren wir dieses mal in einem Jugendgästehaus in Kreuzberg. Die Betten waren wie jedes Jahr zu kurz, so dass einige unserer langen Kerls mit der Matratze auf dem Fußboden schliefen.

Am Mittwoch den 03.05 war der erste Turniertag und unser erstes Gruppenspiel war für 8 Uhr angesetzt. Das hieß für uns um 5 Uhr 30 aufstehen, da wir ca 1 Stunde mit U- und S-Bahn zum Wettkampfort (Horst Korber Zentrum am Olympiastadium) fahren mussten. Um 7 Uhr kamen wir an der Halle an, um genügend Zeit zum Einspielen zu haben. In der Vorrunde schonten wir weitgehend unsere angeschlagenen Spieler Markus Jergler und Sebastian Wenninger.

Im Spiel gegen Thüringen agierten wir im ersten Satz äußerst konzentriert und gewannen diesen auch mit 25 zu 18. Dann setzten wir unsere zuvor abgesprochene Taktik um. Wir wollten verlieren, um in der Gruppe nur Zweiter zu werden, damit wir im Halbfinale nicht auf den Favoriten aus Berlin treffen würden. Diesen Vorteil tauschten wir mit der Schwierigkeit im Viertelfinale auf einen Gruppenersten zu treffen. Der Gegner und einige andere Mannschaften waren zwar über unser Spielverhalten erstaunt und bemängelten unser Verhalten, doch wir hatten uns als Mannschaft gemeinsam auf diesen Weg geeinigt. Wir wollten unbedingt ins Endspiel.

Ergebnisse der Vorrunde:

Landschulheim Kempfenhausen, Berg
Bayern

:

Gymnasium im Kannenbäckerland Höhr-Grenzhausen
Rheinland-Pfalz

2:0

(50:24)

Pierre-de-Coubertin-Gymnasium Erfurt
Thüringen

:

Landschulheim Kempfenhausen, Berg
Bayern

2:1

(58:52)

Landschulheim Kempfenhausen, Berg
Bayern

:

Schulzentrum an der Lerchenstraße
Bremen

2:0

(50:20)

Am Mittwoch mussten wir dann um 9 Uhr in die Qualifikation für das Viertelfinale gegen das Albert-Einstein-Gymnasium Völklingen aus dem Saarland antreten und gewannen leicht 2:0 (50:22). Im Viertelfinale trafen wir auf das Carl-Humann-Gymnasium Essen aus Nordrhein-Westfalen. Auch hier gelang uns ein souveräner 2 : 0 (50: 37) Sieg

Ab jetzt waren wieder die 3 östlichen Sportgymnasien (Berlin Thüringen, Sachsen) und Kempfenhausen als Vertreter Bayerns allein im Halbfinale unter den letzen Vieren des Turniers. Unser Gegner war das Sportgymnasium Dresden. Die Sachsen schlugen brutal stark auf und waren auf der Position 4 so gut wie nie zu blocken, gleichzeitig gelang es ihnen unsere Diagonalposition teilweise zu neutralisieren. Wir verloren den ersten Satz 25: 19. Auch im zweiten Satz war Dresden mit uns bis zum Spielstand 17:17 gleich auf. Zwei taktisch gute Auszeiten führten in diesem Satz dazu, dass Dresden in seiner Aufschlagserie gestoppt wurde und wir beendeten den Durchgang mit 25 zu 19. Den Entscheidungs-durchgang begann Dresden wieder mit einem Aufschlag  Ass. Doch dann konterten wir und Markus Jergler setzte den Gegner mit seinem Service derart unter Druck, dass wir 5 Punkte in Folge erzielen konnten. Uns gelang es den Gegner auf mindesten 2 Punkte Abstand zu halten und wirbeendeten den Durchgang mit 15 zu 13.

Jetzt hatten wir eine kleine Pause verdient. Wir erholten uns bei einem kleinen Stadtbummel und stellten uns mental auf das Endspiel am Freitag um 12 Uhr ein.

Vollkonzentriert begannen wir den letzten Wettkampftag ab 11 Uhr mit Warmmachen, Dehngymnastik, Einspielen usw. Der Favorit aus Berlin machte  beim Einschlagen einen gewohnt starken fast übermächtigen Eindruck. Konnten sie doch 6 Jugendnationalspieler auf das Feld schicken. Unsere Jungs waren hoch konzentriert und motiviert, obwohl wir in der Mitte, auf Außen und im Block unterlegen schienen. Unsere Taktik war, mit harten Flatteraufschlägen den gegnerischen Libero in der Annahme unter Druck zu setzen. Die Taktik ging auf und Berlin konnte nicht zu seinem schnellen Spiel über alle drei Angriffspositionen finden. Durch geschickte Auszeiten oder kurze Spielerwechsel gelang es uns Sprungaufschlagserien von  der Berliner Seite zu unterbrechen. Im ersten Satz gelang es uns  den Gegner mit 25: 16 zu deklassieren

Berlin nahm Aufstellungsveränderungen vor und erstarkte. Wir kämpften um jeden Ball, hatten aber aufgrund von Fehlern in der Blockarbeit keine ernsthafte Chanceund mussten den Durchgang mit 20 :25 abgeben. Im dritten Satz konnten wir uns gegen das Ende hin absetzen. Felix Horn verteile die Bälle souverän und Jonas Umlauft, Max Klüpfel und Markus Jergler machten die entscheidenden Punkte zum 25:23 Erfolg. Der vierte Durchgang entwickelte sich nach kämpferischen Szenen zu einem Krimi. Jede Mannschaft hatte Satzbälle. Doch die harten Aufschläge von unserem nervenstarken Markus Jergler und zwei entscheidende Blocks von Johannes Fuchs und Sebastian Wenninger beendeten die Meisterschaft mit 33:31 zu unseren Gunsten.

Wir waren am Ende unserer Träume und furchtbar stolz vor den Augen des Jugendnational-trainers den Berliner Stützpunkt zu besiegen, der besser finanziell und organisatorisch vom deutschen Volleyballverband unterstützt wird, als zur Zeit das LSH-Kempfenhausen. Die harmonische Mannschaftsleistung war die Grundlage unseres Erfolges.

Abschließend feirten wir ausgiebig bei der Schlussveranstaltung in der Max Schmeling Halle. Die Zugfahrt am Samstag den 06.02 wurde dann größtenteils verschlafen.

Zischka

Foto: v.l n.r.
Hermann Zischka, Huber Valentin, Klüpfel Max, Wenninger Sebastian, Horn Felix, Alban Peter, Umlauft Jonas, Fuchs Johannes, Jergler Markus Batani Oliver,